Knapp eine Woche vor dem Start der neuen Bundesliga Saison lohnt es sich mal einen Blick auf die Aktivitäten der Spieler und Vereine in den sozialen Medien zu werfen. Nur wenige Spieler und längst nicht alle Vereine sind bisher auf den Zug aufgesprungen und die spannende Frage bleibt, bietet der (mehr oder weniger) persönliche Einblick in das Leben eines Profisportlers wirklich einen effektiven Mehrwert für Spieler und Sponsoren? Natürlich kann man sich jetzt über den Begriff „Mehrwert“ streiten, aber im klassischen Marketingsinne gedacht, stellt sich die Frage: Verhilft das Twittern, Bloggen und Facebooken dem Verein letztendlich mehr Tickets zu verkaufen oder steigert es den Marktwert des Spielers für den nächsten Transfer? Schauen wir uns erstmal ein paar der bekannten Profile an:

Spieler

Deutsche Nationalspieler wie Lukas Podolski oder Philipp Lahm sind schon länger aktiv in Twitter und Facebook. Podolski twittert seit März 2009 und hat mittlerweile mit seinen über 17,000 Followers eine starke Fangemeinde (@Podolski10). Seine Posts sind vielleicht persönlich gemeint, klingen aber eher automatisiert bzw. standardisiert. Lahm ist seit November 2009 mit seinem Facebook Profil mit fast 180,000 Fans deutlich einer der Favoriten in der deutschen Fußball Szene. Seine persönlichen und abwechslungsreichen Beiträge, die nicht nur um Fußball kreisen, bieten interessante Einblicke in sein Privatleben.

Andere Spieler wie Mikael Forssell (@MikaelForssell) von Hannover 96 oder Lewis Holtby (@LewisHoltby) von Mainz ’05 nutzen ihre Twitterprofile in einem viel weniger sachlichen Kontext, und bieten somit nicht nur Einblick in ihre Privatleben, sondern geben auch eine gewisse Menge über sich selber als Person und ihren Charakter preis.

Holtby geht sogar einen Schritt weiter und befüllt sowohl Facebook als auch Twitter mit unterschiedlichem Content, statt dem üblichen „Share“-Verhalten, bei dem Beiträge auf einer Plattform per Knopfdruck an parallele Profile gepusht werden. Damit ist Holtby von den betrachteten Profilen definitiv Best Practice, da die Beiträge persönlich sind und ihn als Mensch nahbarer machen. Worst Practice zeigt uns das Twitterprofil von Frankfurter Maik Franz (@MaikFranz), der sein Profil weniger zur Zweiwegkommunikation benutzt, sondern viel mehr um Fußball-relevante Informationen und Teilnahmen an Gewinnspielen zu bewerben. So entsteht weder die Nahbarkeit wie bei Holtby, noch fühlen sich Fans vermehrt verstanden und wertgeschätzt.

Vereine

Auch Vereine nutzen die Chancen des Webs und sind aktiv mit dabei. Hannover 96 (@ichbin96) hat aktuell ca. 1,750 Followers und neben den üblichen Vereinsinformationen nutzt der Verein das Profil als Liveticker während Spielen. Ähnlich macht es auch der FC Kaiserslautern (@rote_teufel) mit 1,700 Followers, allerdings wird hier kein klarer Absender genannt, wie beispielsweise Oliver Rickhof bei Hannover 96, wodurch die Botschaften an Transparenz verlieren.

Zurück zur Ausgangsfrage. Ein messbarer Mehrwert ist so einfach nicht abzuleiten, aber sicher ist, wie auch bei anderen Marken in den sozialen Medien, dass Dialogförderung mit der Zielgruppe nie ein Fehler ist und dass zumindest die Spieler davon profitieren. Das Image, neben der eigentlichen Leistung der Spieler ist entscheident für ihren Marktwert. Der Mehrwert für die Vereine hingegen ist geringer, da die Konversionsphase, in der Tickets für Spiele verkauft oder Sponsoren gewonnnen werden, gerade über Netzwerke wie Twitter schwer abbildbar ist. Aktuell wird Twitter i.d.R. von den Spielern und Vereinen noch als reines Informationsmedium genutzt. Ob sich das in naher Zukunft ändert bleibt, ähnlich wie der große Erfolg von Twitter in Deutschland, noch ungewiss.

ine Woche vor dem Start der neuen Bundesliga Saison lohnt es sich mal einen Blick auf die Aktivitäten der Spieler und Vereine in den sozialen Medien zu werfen. Und da fällt auf, dass noch nicht alle Vereine und nur wenige Spieler bisher auf den Zug aufgesprungen sind und die spannende Frage bleibt, bietet der (mehr oder weniger) persönliche Einblick in das Leben eines Profisportlers wirklich einen effektiven Mehrwert?

Natürlich kann man sich jetzt über den Begriff „Mehrwert“ streiten, aber im klassischen Marketingsinne gedacht, stellt sich die Frage: Verhilft das Twittern, Bloggen und Facebooken dem Verein letztendlich mehr Tickets zu verkaufen oder steigert es den Marktwert des Spielers für den nächsten Transfer? Schauen wir uns erstmal ein paar der bekannteren Profile an:

Spieler

Deutsche Nationalspieler wie Lukas Podolski oder Philipp Lahm sind schon länger aktiv in Twitter und Facebook. Podolski twittert seit März 2009 und hat mittlerweile mit seinen über 17,000 Followers eine starke Fangemeinde (http://twitter.com/Podolski10). Seine Posts sind vielleicht persönlich gemeint, klingen aber eher automatisiert bzw. standardisiert. Lahm ist seit November 2009 mit seinem Facebook Profil (www.facebook.com/PhilippLahm) mit fast 180,000 Fans deutlich einer der Favoriten in der deutschen Fußball Szene. Seine persönlichen und abwechslungsreichen Beiträge, die nicht nur um Fußball kreisen, bieten interessante Einblicke in sein Privatleben.

Andere Spieler wie Mikael Forssell (http://twitter.com/MikaelForssell) von Hannover 96 oder Lewis Holtby (http://twitter.com/lewisholtby) von Mainz ’05 nutzen ihre Twitterprofile in einem viel weniger sachlichen Kontext, und bieten somit nicht nur Einblick in ihre Privatleben,[af1] sondern geben auch eine gewisse Menge über sich selber als Person und ihren Charakter preis.

Holtby geht sogar einen Schritt weiter und befüllt sowohl Facebook als auch Twitter mit unterschiedlichem Content, statt dem üblichen „Share“-Verhalten, bei dem Beiträge auf einer Plattform per Knopfdruck an parallele Profile gepusht werden. Damit ist Holtby von den betrachteten Profilen definitiv Best Practice, da die Beiträge persönlich sind und ihn als Mensch nahbarer machen. Worst Practice zeigt uns das Twitterprofil von Frankfurter Maik Franz (http://twitter.com/MaikFranz), der sein Profil weniger zur Zweiwegkommunikation benutzt, sondern viel mehr um Fußball-relevante Informationen und Teilnahmen an Gewinnspielen zu bewerben. So entsteht weder die Nahbarkeit wie bei Holtby, noch fühlen sich Fans verstanden und wertgeschätzt.

Vereine

Auch Vereine nutzen die Chancen des Webs und sind aktiv mit dabei. Hannover 96 (http://twitter.com/ichbin96) hat aktuell ca. 1,750 Followers und neben den üblichen Vereinsinformationen nutzt der Verein das Profil als Liveticker während Spielen.[af2] Ähnlich macht es auch der FC Kaiserslautern (http://twitter.com/rote_teufel) mit 1,700 Followers, allerdings wird hier kein klarer Absender genannt, wie beispielsweise Oliver Rickhof bei Hannover 96, wodurch die Botschaften an Transparenz verlieren.

Zurück zur Ausgangsfrage. Ein messbarer Mehrwert ist wahrscheinlich nicht abzuleiten, aber sicher ist, wie auch bei anderen Marken in den sozialen Medien, dass Dialogförderung mit der Zielgruppe nie ein Fehler ist und dass zumindest die Spieler davon profitieren. Der Mehrwert für die Vereine hingegen ist geringer, da die Konversionsphase in der Tickets für Spiele verkauft oder Sponsoren gewonnnen werden, gerade über Twitter schwer abbildbar ist. Aktuell wird Twitter i.d.R. von den Spielern und Vereinen noch als reines Informationsmedium genutzt. Ob sich das in naher Zukunft ändert bleibt, ähnlich wie der große Erfolg von Twitter in Deutschland, noch ungewiss.


[af1]Unterschied zwischen Privatsphäre und über Person was preisgeben?!?

[af2]Zwei mal und hintereinander geht nicht à Satz muss umgestellt werden

[af3]Gibt’s das Wort?

[af4]Hier bin ich mir mit der Kommasetzung nicht so sicher, wie es richtig gehört?!?

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