In einem vorhergehenden Post ist die Diskussion über das Internetnutzungsverhalten entfacht worden.

Die Plattformen haben sich gewandelt
Nun möchte ich darauf aus Sicht eines Digital Natives eingehen. Per Definition sind die Digital Natives nach 1980 geboren und bereits mit digitalen Technologien aufgewachsen. Seit dem ich denken kann stand mir ein Computer zur Verfügung, mit 14 hatte ich einen Internetzugang und zur gleichen Zeit ein Handy. Wenn ich zurückblicke merke ich wie sich die Gewohnheiten über die Jahre hinweg verändert haben. Hat man als Teenager noch in Chats mit den Freunden kommuniziert, sich in Foren ausgetauscht und über Metager das Internet durchsucht, ist man heute im ICQ, Facebook und sucht ausschließlich über Google.

Digital Natives sind Multitasking-fähig
Auch die die Art der Nutzung hat sich verändert, früher war man Stundenlang mit einer Aktion beschäftigt, also entweder man hat etwas gesucht, Nachrichten gelesen oder gechattet. Heute sind verschiedene Tabs geöffnet, in einem Facebook, im nächsten eine Trefferliste bei Google, das Wetter von morgen und die Seite eines Online Shops. Neben dem Browser laufen im Hintergrund, ICQ oder Skype und ITunes. Alles wird fast zeitgleich bedient, das setzt neue Maßstäbe im Bereich Multitasking. Außerdem kannte man früher alle wichtigen URLs aus dem Kopf, heute ist man organisiert. Von Bookmarks bis zur RSS-Readern – man hat alles auf einen Blick.

Poweruser vs. Otto-Normal-Verbraucher
Die Nutzungsdauer hat sich aber trotzdem nicht wesentlich geändert, nur war man früher länger am Stück mit einer Aktion beschäftigt. Heute ist das Internet alltäglich geworden und läuft nebenher. Man schaut gelegentlich wo sich etwas getan hat. An dieser Stelle muss man allerdings die Unterscheidung zwischen dem Poweruser und dem Otto-Normal-Verbraucher und deren Nutzungsintensität treffen. Der Otto-Normal-Verbraucher surft in den Pausen, evtl. vor der Arbeit, aber vor allem nach Feierabend. Der Poweruser hingegen, hat ein Smartphone, ist 24/7 Online, die Einstellungen stehen auf Push, um ja keine Nachricht zu verpassen. Er wird nervös wenn sich in der Timeline länger als eine Stunde nichts getan hat.

Die Poweruser sind zweifelsfrei noch in der Minderheit, doch wie die Statistiken beweisen wird sich dies ändern. Social Media ist eben kein Hype, sondern eine Entwicklung.

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