Vergangene Woche bin ich bei Facebook und Twitter immer wieder über folgendes Video gestolpert: ein Vorzeige-Camper im rot karierten Hemd und Fellmütze wird an seinem Zeltplatz von einem Bären angegriffen. Er springt auf, packt panisch sein Gewehr, das Bild wackelt und sein Freund ruft ihm entsetzt zu, er solle den Bären erschießen. Soll er? Diese Entscheidung darf der Zuschauer treffen.
Ich habe natürlich ein Herz für Bären und denke, dass sich die Situation auch anders als mit Gewalt lösen lässt. Also klicke ich auf „Don’t shoot the bear“. Ab jetzt wird es spannend und höchst unterhaltsam. Der Jäger greift zum Tipp-Ex-Roller, löscht damit das Wort „shoots“ und lädt den Zuschauer ein, eigene Begriffe einzutragen und damit die Geschichte selbst zu Ende zu schreiben.
Ich brauche erst einmal was fürs Herz und tippe „hugs“ ein. Und ehrlich gesagt bin ich begeistert, als die neue, zu meinem Stichwort passende Videoszene abläuft.
Nach der Umarmung, lass ich die beiden tanzen …
und Fußball spielen.
Ich spiele weiter, tippe einen Begriff nach dem anderen ein und bekomme nahezu immer eine kurze passendes Szene angezeigt. Nachdem sich mein Jäger und mein Bär schon umarmt und geküsst haben, überlege ich, ob sie auch … nein, das geht zu weit. Und doch, auch für diese Geschichte bieten die Macher des Spots ein Video an.
Die Kampagne von Tipp-Ex ist ein schönes Beispiel für virales Marketing und dafür, dass Internetwerbung Spaß machen und beim User Begeisterung hervorrufen kann. Besonders gefallen hat mir, dass Jäger und Bär so herrlich unecht aussehen, die Interaktion des Jägers mit dem beworbenen Produkt und die Interaktivität mit dem der User die Geschichte beeinflussen kann. Und natürlich auch die Vielzahl an Stichworten und Videoszenen die angeboten werden. Einfach gut umgesetzt.
Was haltet ihr von der Kampagne? Welche Stichworte habt ihr ausprobiert? Und welche haben euch davon am besten gefallen?





Kommentare
06.September.10, 11:15 | erstellt von Stefan
Die Lösung ist natürlich, den Bär zu “tipp-ex”en…. ;)
06.September.10, 11:54 | erstellt von Sonya Schlenk
Sehr gut und irgendwie auch naheliegend ;-). Ich hatte es nur mit “kill” versucht. “Erase” ergibt übrigens den gleichen Effekt.
06.September.10, 12:47 | erstellt von Doris Schuppe
;) Ich hatte neben “hugs” noch “kisses” und “ignores” – ausprobiert, auch sehr sehenswerte Video-Varianten. Bei “ignores” kam ein “Error #404″-Video. Super Kampagne, die zeigt, was mit Video interaktiv machbar ist.
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