Achten Sie immer darauf, wie sie sich im Web präsentieren. Vor allem bedenken Sie immer wer alles Mitlesen kann, wenn Sie bei Twitter, Facebook & Co. Statusmeldungen verfassen oder Bilder hochladen.
Zwei derbe Beispiele, was passieren kann, wenn Sie vergessen, dass Sie im Web 2.0 nicht allein sind.
1. Beispiel:
Ein angesehener Blogger verfasst eine interessante und intelligente Analyse, die durchaus plausibel erklären kann, warum Deutschland aufpassen muss, nicht zu einem Entwicklungsland zu degenerieren. Teile seiner Reputation verspielt er allerdings nur innerhalb von 37 Zeichen, weil er einen ekeligen Tweet zwitschert, den Don Alphonso dokumentiert. Diesen Tweet bekommt der Autor kaum wieder aus der Welt. Eine unachtsame Meinungsäußerung im Web und schon leidet der Ruf.
2. Beispiel
Spiegel Online bringt heute die Meldung: „ Ein 25-Jähriger aus der Karibik hatte Liebeskummer, weil seine Freundin in London mit ihm Schluss gemacht hatte. Als der Mann via Facebook sah, dass die 27-Jährige einen neuen Freund hatte, stieg er ins Flugzeug und brachte die Frau um.“
Was hatte die Frau gemacht? Sie hatte einfach nur Fotos von sich und ihrem neuen Freund hochgeladen. Das ist auch aus Reputationssicht kein Fehler. Jeder hat das Recht Fotos hochzuladen. Das ihr Ex so außer sich gerät konnte niemand ernsthaft ahnen.
Das zeigt wiederum. Sie können so viel auf Ihre Reputation2.0 achten wie Sie wollen. Letztendlich gibt es immer jemanden, den etwas nicht passt – auch wenn diesmal die Folgen natürlich extrem ausgefallen sind.
Derbe Beispiele: So wichtig ist ein sorgfältiges Reputationsmanagement
08.03.10, 10:08 | erstellt von Alexander Becker
Dieser Eintrag wurde am Montag den 8. März, 2010 um 10:08 Uhr in Visionen gepostet.
Kommentare
08.März.10, 11:11 | erstellt von Timm
Das heißt also …
1. … ein vollkommen aus dem Zusammenhang gerissener, absolut kurzweiliger, nicht mal sonderlich lustiger Tweet, von einem hoffnungslos überbewertetem, selbst ernanntem „A-Blogger“ zu einer riesen Sache aufgebauscht und von seinen Anhängern blind nachplappernd wie die Sau durchs (Twitter-)Dorf getrieben kann einen von vorne bis hinten guten, vollständig durchrecherchierten und nachweisbar dokumentierten Blogbeitrag zerstören?
2. … ähm? ’tschuldigung … aber das ist lächerlich.
Normaler weise lese ich euch gern, aber was geht hier in letzter Zeit? Beiträge der Beiträge willen?
Timm
08.März.10, 11:31 | erstellt von Alexander Becker
@Timm
Danke für den Kommentar. Dass der Tweet nun aus dem Zusammenhang gerissen wurde, zeigt umso mehr, wie wichtig es ist, darauf zu achten, was man bloggt oder zwitschert.
Ich glaube nicht, dass der “vollständig durchrecherchierten und nachweisbar dokumentierten Blogbeitrag” gänzlich “zerstört” wurde. Aber sowohl der Autor, wie auch der Beitrag wurden eindeutig beschädigt.
Danke & Gruß
Alexander Becker
08.März.10, 11:53 | erstellt von izi
1. In meinen Augen hat da eher Don Alphonsos Reputation gelitten.
2. !?!???
08.März.10, 12:22 | erstellt von Alexander Becker
@izi
1. Ich glaube nein. Der Kritisierende ist immer fein raus. Am Kritisiereten allerdings bleibt immer etwas hängen. Diese Funktionsweise lässt sich tagtäglich in der Politik beobachten.
Genauso: Ich kann beispielsweise nicht sinnvoll auf Punkt zwei Antworten, weil mir der Vorwurf nicht klar ist. Trotzdem bleibt automatisch etwas an mir hängen. Aber wie bereits im zweiten Punkt erklärt: Es ist unmöglich sich im Web 2.0 zu kommunizieren (oder Bilder zu posten) und es dabei allen Recht zu machen.
Danke & Gruß
Alexander Becker
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