Ja ich weiß: schon wieder eine Anleitung wie es mit dem Kunden in Social Media klappen könnte. Doch die folgende Punkte sind Dinge, die mich in meinem Beratungsalltag sehr oft beschäftigen bzw. die mir immer wieder begegnen.

Zu allererst: Es gibt keinen fixen Masterplan für Erfolg in Social Media. Es gibt nur Faktoren, welche man als Marke oder Unternehmens je nach Bedarf beherzigen sollte, um das bestmögliche Ergebnis im Bereich der nutzergenerierten Medien zu erzielen.

Die folgenden Faktoren, sind für mich aber die zentralen Stellschrauben welche, in unterschiedlicher Ausprägung, für mich sehr hilfreich waren.

Social Media Aktivitäten müssen gemessen werden

Jede Art der Kommunikation im Unternehmensfeld muss auf ihren Erfolg hin bewertet werden, das gilt damit auch für den Bereich Social Media. Daher sollten zu Beginn KPIs festgelegt werden, um Erfolge messen zu können. Sicher ist, dass es noch keine allgemeingültige Erfolgsmessung für Social Media gibt, was aber nicht bedeutet, dass man Erfolg in diesem Bereich gar nicht messen könnte.

Dort sein wo die Zielgruppe ist

Man kann es nicht oft genug sagen: Der erfolgskritischste Faktor ist die Analyse der Mediennutzung von Zielgruppen in Social Media. Oft wird bei Entscheidungen noch viel zu sehr an Tools gedacht bevor man sich in die Zielgruppe hineinversetzt. Social Media umfasst zahlreiche Nischenmärkte, welches eine Zielgruppenanalyse zwingend erforderlich macht. Das war in der Arbeit mit Kommunikation schon immer so und daran ändert auch Social Media nichts. Daher gilt hier der Grundsatz ‛community first, tool second’.

Zuhören ist Pflicht

Social Media ist weniger Technologie, sonder vielmehr Dialog. Und was ist die Grundlage für einen guten und nachhaltigen Dialog? Zuhören. Nur wer zuhört ist als Unternehmen in der Lage, auch Themen zu finden, welche der Zielgruppe einen echten Mehrwert generieren. Das Wissen um die Themen und die aktive Mitgestaltung dieser Themen gibt Unternehmen und Marken die Chance, Gesprächsanlässe zu bieten. Verwechselt man Social Media nur mit einem weiteren Tool im Marketingmix, welches dabei hilft, Botschaften in den Markt zu drücken, wird man nicht erfolgreich sein und keine Beziehung zu den Stakenholdern aufbauen können.

Erst die Community dann die Kampagne

Eine Kampagne in Social Media kann funktionieren. Doch vor der Kampagne steht das Community Building. Nur Kommunikateure, die es schaffen, eine aktive und auf Dauer angelegte Beziehung im Bereich der nutzergenerierten Medien einzugehen und aufzubauen, werden es dann auch schaffen, einzelne Kampagnen zu fahren. Social Media ist kein Kanal, welchen man mal über eine Media-Agentur buchen kann. Media-Schaltung in Social Media bedeutet, als Marke Engagement zu zeigen und im besten Fall Persönlichkeit zu entwickeln.

Wie schon am Anfang gesagt: Ein Königsweg in den nutzergenerierten Dialog lässt sich nicht in jedem Detail planen. Soziale Interaktionen bergen immer Überraschungen. Sehr wohl gibt es aber Parameter und Stellschrauben, die es wahrscheinlicher machen, dass sich ein nachhaltiger Dialog zwischen Unternehmen und Stakeholdern etabliert. Dabei ist das Wissen um die Mediennutzung und um die Themen der Zielgruppe wichtig, um Gesprächsanlässe zu schaffen und damit die Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Integration in die Gesamtkommunikationsstrategie von Unternehmen und Marken zu gewährleisten.