KW 48: Merck, Schuhbeck… der Streit um die Domains!

Rückblickend auf diese Woche stelle ich mir mal wieder viele Fragen. Ist es tatsächlich alleiniger Fehler von Facebook? Der deutsche Pharmahersteller Merck fand sich zuletzt auf seiner eigenen Facebook-Seite nicht mehr wieder. Stattdessen zeigte die Seite den namensgleichen US-Rivalen Merck & Co.
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Romantische Rebellen, Lolcats und Wikileaks

Das häufig verwendete Logo von AnonymousSeit Anfang Dezember und besonders nach der Verhaftung von Wikileaks-Sprecher Julian Assange, der in diesem filmreifen Geschehen rund um seine Plattform wie der vermeintliche Cyberterrorist Morpheus wirkt, tritt eine neue eine Gruppierung verstärkt in den Vordergrund. Als nicht-autorisierter, digital-militarisierter Beschützer bezieht „Anonymous“ Position. Diese bezeichnen sich selbst in einer Presseaussendung als „Versammlung durchschnittlicher Internet BürgerInnen“ deren Motivation die gemeinsame Ernüchterung über die täglichen Ungerechtigkeiten ist und denen es um eine Veränderung des sozialen Systems geht.

Nun lief vergangene Woche mit „Operation: Payback“, ein digitaler Rachefeldzug der Anonymen auf Hochtouren. Dabei wurden mithilfe der „Low Orbit Ion Canon“ Hackangriffe auf Wikileaks-Gegner wie Paypal, Visa, Mastercard und Amazon ausgeführt. Doch während die beiden Zahlungsunternehmen teilweise zusammenbrachen und ihre Entscheidungen gegenüber Wikileaks rückgängig machten kam das Einkaufsparadies Amazon anscheinend nur zufällig durch einen Hardwarefehler zum Ausfall der in keinem Zusammenhang zu Anonymous stehen soll.
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Corporate Leaks – warum wir sie fürchten, warum wir sie brauchen

Die Debatten um die Internetplattform WikiLeaks bieten seit einigen Wochen und Monaten interessante Impulse zu der Frage, wie viel Transparenz und Freiheit die öffentliche Meinungsbildung verträgt. Wie soll man das Whistleblowing von WikiLeaks, das jüngst mit dem Afghan War Diary ein umfangreiches Kompendium geheimer Dokumente des US-Militärs unkommentiert veröffentlichte, bewerten? Die Meinungen gehen auseinander. Was die einen als Denunziantentum und als Verrat am politischen Gemeinwesen geißeln, preisen die anderen als Aufdeckung von neuen Wahrheiten und als Ausdruck einer radikalen Demokratisierung der Meinungsbildung.

Die Auseinandersetzung um WikiLeaks führt mitten hinein in einige der klassischen Streitpunkte um Social Media, wie sie nicht nur Staaten, sondern auch kommerzielle Unternehmen beschäftigen. Müssen sich Unternehmen davor fürchten, dass vertrauliche Informationen über Social Media nach außen dringen? Oder macht es sie umso stärker, wenn sie es schaffen, interne und externe Kommunikation zu verbinden und souverän mit der öffentlichen Diskussion umzugehen? Corporate Leaks sind eine Sicherheitslücke und ein potenzielles Risiko. Doch nicht jedes Leck führt zum Untergang.
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